05/2026
Aufbau der beiden Proxmox-Hosts als Grundlage des Homelabs. Die Hosts dienen zur Virtualisierung von Windows-Servern und weiteren Testsystemen.
Windows-Labor
Hier dokumentiere ich den Aufbau und die Weiterentwicklung meines Windows-Labors im Homelab. Die einzelnen Schritte, Konfigurationen und Tests werden chronologisch festgehalten und laufend erweitert.
Aufbau der beiden Proxmox-Hosts als Grundlage des Homelabs. Die Hosts dienen zur Virtualisierung von Windows-Servern und weiteren Testsystemen.
Aufbau der beiden Proxmox-Hosts als Grundlage des Homelabs. Die Hosts dienen zur Virtualisierung von Windows-Servern und weiteren Testsystemen.
Einrichtung der Active-Directory-Domäne ad.home-it-lab.de. Aufbau einer strukturierten OU-Hierarchie für Benutzer, Geräte, Gruppen, Server und Servicekonten.
Einrichtung von DHCP auf beiden Domänencontrollern mit DHCP-Failover. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit der IP-Adressvergabe innerhalb des Lab-Netzwerks.
Einrichtung und Replikation der DNS-Zonen zwischen beiden Domänencontrollern. DNS bildet die Grundlage für Active Directory und die interne Namensauflösung.
Nach der Einrichtung der Sicherung wurde ein vollständiges Backup des Domänencontrollers DC1 auf eine externe USB-Festplatte erstellt. Anschließend wurde das Backup auf dem zweiten Proxmox-Host testweise wiederhergestellt, um die Funktionsfähigkeit der Sicherung zu überprüfen.
Der Sicherungsvorgang dauerte etwa 6 Minuten. Die Wiederherstellung der virtuellen Maschine von der USB-Festplatte war nach rund 3 Minuten abgeschlossen. Nach dem Start der wiederhergestellten VM wurden Active Directory, DNS und die grundlegenden Funktionen erfolgreich überprüft. Der erfolgreiche Restore-Test bestätigt, dass die Sicherung im Fehlerfall tatsächlich verwendbar ist und nicht nur eine Backup-Datei existiert.
Dateiserver mit Freigaben, Gruppen und Shadow Copies
Im nächsten Schritt wurde auf dem zweiten Domain Controller (DC2) eine zusätzliche Datenfestplatte eingerichtet und als Laufwerk D: eingebunden. Darauf wurde die Freigabe DC2_Files erstellt. Für die Rechtevergabe wurde die Sicherheitsgruppe GG_DC2_Files_RW im Active Directory angelegt.
Die Benutzer erhalten ihre Berechtigungen nicht direkt auf dem Ordner, sondern über die Gruppenmitgliedschaft. Die Freigabeberechtigungen wurden für Domänen-Benutzer eingerichtet. Die eigentlichen Zugriffsrechte werden über die NTFS-Berechtigungen gesteuert. Mitglieder der Gruppe GG_DC2_Files_RW erhalten Änderungsrechte auf die Freigabe.
Über eine Gruppenrichtlinie (GPO) wurde das Netzlaufwerk automatisch als Laufwerk H: auf den Client-PCs eingebunden. Nach der Anmeldung steht den Benutzern die Freigabe automatisch zur Verfügung.
Zusätzlich wurden Schattenkopien (Shadow Copies) aktiviert. Dadurch können Benutzer frühere Dateiversionen oder versehentlich gelöschte Dateien selbstständig über die Funktion „Vorgängerversionen“ wiederherstellen, ohne dass ein Administrator eingreifen muss.
Die Konfiguration wurde erfolgreich getestet. Das Netzlaufwerk wird automatisch verbunden und die Wiederherstellung von Vorgängerversionen funktioniert wie erwartet.
Migration auf HP Z440 erfolgreich abgeschlossen
Die bisher eingesetzten HP Z220 wurden durch zwei HP Z440 Workstations ersetzt. Vor dem Umbau wurden beide Domain Controller per VZDump auf eine externe USB-Festplatte gesichert. Anschließend wurden beide Proxmox-Server neu installiert und die virtuellen Maschinen erfolgreich auf die neue Hardware wiederhergestellt.
Der erste Server erhielt zwei 3-TB-Festplatten als ZFS-RAID1 (Mirror). Der zweite Server wurde zunächst mit einer einzelnen Festplatte installiert und dient weiterhin als zweiter Domain Controller.
Nach der Wiederherstellung wurden Active Directory, DNS und die Replikation geprüft. Beide Domain Controller replizieren wieder fehlerfrei und die gesamte Domänenumgebung läuft nun stabil auf der neuen Hardware.
Während der Migration wurden die Windows-Server nicht neu installiert, sondern vollständig aus den zuvor erstellten Proxmox-Backups wiederhergestellt.
Die ursprünglichen HP Z220 blieben während der gesamten Migration als Rückfallebene unverändert erhalten. Dadurch konnte der komplette Umzug ohne Zeitdruck getestet und bei Bedarf jederzeit auf die ursprüngliche Umgebung zurückgegriffen werden.
Microsoft 365 Tenant erstellt
Als Grundlage für die Hybridumgebung wurde ein Microsoft-365-Tenant erstellt. Anschließend wurden die ersten administrativen Einstellungen vorgenommen und die Domäne für die spätere Hybridanbindung vorbereitet. Das Microsoft 365 Admin Center dient dabei als zentrale Verwaltungsoberfläche für Benutzer, Lizenzen und Cloud-Dienste wie Microsoft Entra ID, Exchange Online und OneDrive.
Nach der Anpassung der erforderlichen DNS-Einträge bei IONOS wurde die Domäne home-it-lab.de erfolgreich mit Microsoft 365 verknüpft. Dadurch können Benutzerkonten künftig die eigene Domäne verwenden. Gleichzeitig wurde die Grundlage für die Hybridanbindung zwischen dem lokalen Active Directory und Microsoft Entra ID geschaffen.
Für die Hybridanbindung wurde im lokalen Active Directory zusätzlich der UPN-Suffix "home-it-lab.de" eingerichtet. Anschließend wurde dieser den Benutzerkonten zugewiesen. Nach der Aktualisierung erkannte Microsoft Entra Connect die verifizierte Domäne automatisch, sodass sich die Benutzer künftig mit ihrer E-Mail-Adresse der eigenen Domäne anmelden können.
Während der Konfiguration von Microsoft Entra Connect wurde die Synchronisierung auf ausgewählte Organisationseinheiten (OUs) beschränkt. Dadurch werden nur die Benutzerkonten aus den vorgesehenen OUs in Microsoft Entra ID synchronisiert. Servicekonten, deaktivierte Benutzer sowie nicht benötigte Objekte bleiben bewusst von der Synchronisierung ausgeschlossen.
Nach Abschluss der Konfiguration wurde eine manuelle Delta-Synchronisierung gestartet und der Status des Microsoft Entra Connect-Dienstes überprüft. Der ADSync-Dienst läuft ordnungsgemäß und der Synchronisierungszeitplan wurde erfolgreich eingerichtet. Künftige Änderungen im lokalen Active Directory werden damit automatisch in regelmäßigen Abständen mit Microsoft Entra ID synchronisiert.
Nach der ersten erfolgreichen Synchronisierung wurden die Benutzerkonten aus dem lokalen Active Directory automatisch in Microsoft Entra ID angelegt. Die Identitäten stehen damit für Microsoft-365-Dienste wie Exchange Online, OneDrive und weitere Cloudanwendungen zur Verfügung und bilden die Grundlage der Hybridumgebung.
Zum Abschluss wurde die Hybridanbindung erfolgreich getestet. Nach der Synchronisierung und Lizenzzuweisung konnte sich der Benutzer mit seinem Microsoft-365-Konto anmelden und Exchange Online im neuen Outlook verwenden. Damit wurde die erfolgreiche Verbindung zwischen lokalem Active Directory, Microsoft Entra ID und Microsoft 365 praktisch bestätigt.
Ein unerwarteter Umweg zu Windows 11
Ursprünglich lief der Windows-11-Testclient direkt auf einem älteren Lenovo-PC. Die Installation war zwar mithilfe von Rufus und den bekannten Umgehungen für TPM 2.0 und Secure Boot möglich, langfristig zeigte sich diese Lösung jedoch als unpraktisch. Reparaturinstallationen und einige Systemfunktionen funktionierten auf der nicht unterstützten Hardware nur eingeschränkt.
Microsofts Hardwareanforderungen führten letztlich zu einer anderen Lösung: Der Lenovo wurde auf Ubuntu LTS umgestellt und dient nun als Linux-Host. Windows 11 läuft seitdem als virtuelle Maschine mit TPM 2.0, UEFI und Secure Boot über KVM/QEMU. Damit bleibt die vorhandene Hardware weiterhin sinnvoll nutzbar und der Windows-Testclient entspricht den aktuellen Anforderungen.